Schulsanitätsdienst

In unserem Schulsanitätsdienst übernehmen ausgebildete, qualifizierte Schüler selbst die Erstversorgung verletzter und kranker Schüler (und Lehrer) und leiten ggf. weitere notwendige Maßnahmen (Arztbesuch, Abholung durch die Erziehungsberechtigten) ein. Die Ausbildung und die Betreuung der Gruppe wird an unserer Schule durch einen Betreuungslehrer übernommen. Der Betreuungslehrer ist vom DRK für diese Aufgabe ausgebildet und wird nach dessen Richtlinien (alle 3 Jahre) fortgebildet.

Was leistet unser Schulsanitätsdienst?

  • Der Schulsanitätsdienst ist in der Lage, bei Notfällen jeglicher Art (Unfälle, akut auftretende Erkrankungen) schnell und kompetent Hilfe zu leisten und auftretende Schäden zu behandeln und weitere abzuwenden. Diese Aufgabe nimmt er nicht nur an der Schule, sondern auch bei allen Schulveranstaltungen (Schulfeste, Sportfeste) war.
  • Zwar sind regelmäßige Erste- Hilfe- Kurse auch für die Lehrerschaft Pflicht, jedoch zeigt die Erfahrung, dass viele Menschen bei einer Notfallsituation dennoch eine hohe Unsicherheit aufweisen. Durch einen Schulsanitätsdienst kann die Schule jederzeit auf motivierte, kompetente und routinierte Ersthelfer verweisen.
  • Durch unseren Schulsanitätsdienst wird das Kollegium entlastet, z. Bsp. Bei der Aufsichtpflicht, da bei einem Unfall die notwendigen Erste- Hilfe- Maßnahmen an die Schulsanitäter delegiert werden.
  • Unser Schulsanitätsdienst ist auch für die soziale Entwicklung der Schülerinnen und Schüler von Bedeutung, so lernen diese für sich und andere Verantwortung zu übernehmen, außerdem werden so die Schüler frühzeitig an die Erste- Hilfe- Kenntnisse herangeführt. Die soziale Kompetenz des Helfens muss frühzeitig entwickelt werden, um auch dauerhaft als Handlungsmuster Anwendung zu finden.
  • Die Schüler des Schulsanitätsdienstes verwalten, warten und ergänzen das Sanitätsmaterial.
  • Die Teilnahme am Schulsanitätsdienst fördert darüber hinaus:
  • Die Ausbildung sozialer und ethischer Werte,
  • die Entwicklung von Eigenverantwortlichkeit, Entscheidungsfähigkeit und Kritikfähigkeit,
  • die Gleichberechtigung von Jungen und Mädchen,
  • die Integration von benachteiligten Kindern und Jugendlichen,
  • das Selbstbewusstsein der teilnehmende Schüler,
  • Die Teilnahme am Schulsanitätsdienst kann zu einer sinnvollen Form der Freizeitbeschäftigung führen oder zu einer beruflichen Orientierung in die Berufswelt „helfen, pflegen, betreuen“.
  • Schafft Kommunikationsmöglichkeiten.
  • Vermittelt wichtige (von zukünftigen Arbeitgebern geforderte) Schlüsselqualifikationen.
  • Der Schulsanitätsdienst dient der individuellen Förderung

Organisation des Schulsanitätsdienstes an der Realschule des Freien Grundes Neunkirchen Zielgruppe sind engagierte Schülerinnen und Schüler ab der 9. Klasse. Diese SchülerInnen werden durch den oben erwähnten Betreuungslehrer im ersten Schulhalbjahr nach den Grundsätzen des DRK in 16 Stunden zum Ersthelfer ausgebildet. Die Ersthelferausbildung ist doppelt so lang wie die für den Führerschein vorgeschriebene Ausbildung „Sofortmaßnahmen am Unfallort“. Selbstverständlich wird diese Ausbildung zum Ersthelfer beim Antrag zum Führerschein anerkannt.

Im zweiten Halbjahr erfolgt in einer Übergangsphase die gemeinsame Ausübung des Schulsanitätsdienstes der Jahrgangsstufen 9 und 10. Die erfahrenen Schüler übernehmen hier eine zusätzliche Ausbildung, indem sie die Nachwuchssanitäter in die tägliche Routine einweisen und ihnen bei Fragen und Problemen hilfreich zur Seite stehen können.

In der Jahrgangsstufe 10 sind die Schüler bei ihrem Dienst auf sich allein gestellt. Natürlich steht ihnen der Betreuungslehrer bei Fragen, Unsicherheiten oder Problemen zur Seite. Hierzu steht ihnen ein komplett eingerichtetes Erste-Hilfe-Zimmer zur Verfügung. Der Dienst an der Realschule des Freien Grundes Neunkirchen ist so organisiert, dass immer etwa zwei SchülerInnen sich für Notfälle bereit halten. Die Dienstzeit ist dabei nicht nur auf die Pausen beschränkt, sondern auch auf die Unterrichtszeit. Die SchülerInnen organisieren ihren Dienstplan dabei so, dass diensthabende Schüler jederzeit erreichbar sind. Alle Vorkommnisse werden in einem Verbandbuch festgehalten.

Für diese Mehrbelastung (Ausbildung und Dienstzeiten an Schulveranstaltungen außerhalb der Unterrichtszeit) haben wir an unserer Schule ein paar Anreize geschaffen.

  • Die Ausbildung ist kostenlos und kann (wie erwähnt) beim Antrag zum Führerschein genutzt werden.
  • Eintritt und Verpflegung bei den Schulveranstaltungen sind frei.
  • Befreiung von Klassendiensten (Klassenbuchführung, Revierdienste).

N e u n k i r c h e n