Gewaltprävention 9B

Mitte Juni hat unsere Schulsozialarbeiterin, Frau Harlos, in Zusammenarbeit mit der Klassenlehrerin der 9b, Frau Mudersbach, den Kreisjugendschützer Bahman Pournazari an unsere Schule eingeladen, der sich einen ganzen Tag Zeit

genommen hat, um mit den Schülerinnen und Schülern der 9. Klasse das Thema Gewalt und Gewaltprävention zu bearbeiten. Ziel seiner Arbeit ist es, wie er sagt, kommunikative Bewusstseinsprozesse anzustoßen. Das soll zum einen durch Beobachtung kognitiver und emotionaler Komponenten aber auch durch direkte Konfrontation mit dem eigenen und dem aggressiven Verhalten anderer erreicht werden. Des Weiteren dient die Maßnahme auch dazu, das Selbstbewusstsein und die Selbstsicherheit des Einzelnen oder der Gruppe zu fördern.
Zu Beginn der Veranstaltung konnte jeder Schüler darüber berichten, wann er mal körperliche Gewalt gesehen, angewendet oder gespürt hat und mit welchem Gefühl das für den Einzelnen verbunden war. Am Anschluss daran durfte jeder Schüler erfahren, wie es sich anfühlt, wenn man einen heftigen Tritt in die Magengegend bekommt, natürlich nur mit einem „Dummy“ dazwischen. Hierbei waren die Schüler auf praktische Weise einer
Gewalt ausgeliefert und berichteten anschließend über ihre Erfahrungen, mit dem Ergebnis, dass es kurz vor der Gewalthandlung sich am schlimmsten angefühlt hat. Ebenso waren sie schockiert darüber, als Herr Pournazari berichtete, was für Folgen, auch tödliche Folgen, ein einziger Tritt in die Magengegend oder den Kopf haben kann. Hier war die Betroffenheit der Schülerinnen und Schüler deutlich zu erkennen.
In einem zweiten Block wurde anhand einer praktischen Übung deutlich gemacht wie viel Einfluss eine Gruppe haben kann und wie es sich für den Einzelnen anfühlt, bewusst ausgeschlossen und ignoriert zu werden. Wie fühlt sich seelische Gewalt an und wie frustrierend kann es für den einzelnen sein, der unter der Dynamik einer Gruppe leidet? Diese Fragen wurden im zweiten Block bearbeitet.
Körperliche Gewalt und die individuellen Grenzen eines jeden Menschen wurden im folgenden Teil thematisiert. Wie wichtig ist Körpersprache im täglichen Umgang miteinander und wann kann sie ausschlaggebend zum Lösen von Konflikten werden. Warum entstehen Missverständnisse durch Worte? Wie wirke ich auf andere? Diese Fragen beantwortete Herr Pournazari durch das Einüben von nicht-aggressiven Verhaltensweisen.
Insgesamt eine rundum gelungene Veranstaltung, die wir gerne in den folgenden Schuljahren installieren möchten. Danke, Herr Pournazari!

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